Johan de Meijs erste Sinfonie „The Lord of the Rings“ fußt auf der gleichnamigen Trilogie von J.R.R. Tolkien. Das Werk ist bei uns als “Der Herr der Ringe” bekannt und hat seit seinem Erscheinen im Jahre 1955 Millionen von Lesern in seinen Bann gezogen. Die Sinfonie besteht aus fünf eigenständigen Sätzen, von denen jeder eine Person oder eine wesentliche Episode des Buches beschreibt.
.
1. Satz: GANDALF – der Zauberer: Gandalf der Graue, der große Zauberer, wird im ersten Satz musikalisch nachgezeichnet. Er ist eine der wichtigsten Personen der Trilogie. Seine weise, noble Erscheinung wird durch ein erhabenes Motiv charakterisiert, das in veränderter Form auch in den Sätzen IV und V erscheint. Der plötzliche Einsatz des Allegro vivace symbolisiert das nicht Fassbare an Gandalf, seine weiten Fahrten, verbunden mit seinem unerwarteten Erscheinen und plötzlichem Verschwinden. Dieses Allegro vivace ist ein verwegener Ritt des Zauberer auf seinem prächtigen Schimmel Schattenfell.
5. Satz: HOBBITS – Im Finalsatz schließlich wird das sorgenfreie, optimistische Wesen der Hobbits in einem fröhlichen Volkstanz dargestellt, während die Entschlusskraft und der Edelmut des Hobbit-Volkes ihren musikalischen Niederschlag in einer strahlenden Hymne finden, welche sich aus dem Volkstanz entwickelt. Die Sinfonie endet nicht überschwänglich, sondern friedvoll und verhalten, wie es der Symbolik des letzten Kapitels, den Grauen Anfurten, entspricht: Frodo und Gandalf fahren dort mit einem Schiff hinaus auf die Hohe See, das sich bald, einem Schatten gleich, im Westen verliert.
Die Inspiration für Downtown Divertimento kam Johan de Meij während einem seiner täglichen Streifzüge durch Chelsea, einem Viertel in Downtown Manhattan. Sein Tag beginnt mit einem gemächlichen Spaziergang zum Dog Run im Madison Square Park mit Hund Alice, wo sie sich austoben kann. Auf dem Rückweg folgt ein Moment der Besinnung – der Blick fällt auf das nahe gelegene Flatiron Building, eines der markantesten Gebäude der Stadt.
Abends führt Johan de Meijs Joggingstrecke an der Highline entlang, einem verlassenen Eisenbahnviadukt, das in einen großartigen Nationalpark verwandelt wurde. Von dort kann man den spektakulären Blick über den Hudson River und die Skyline von New York immer wieder aufs Neue genießen, gerade so, als wäre es das erste Mal.
„La Quintessenza“ von Johan de Meij ist eine faszinierende Komposition, die sich musikalisch dem Konzept der Quintessenz, dem Kern oder der Essenz der Sache, nähert. Durch die Manipulation eines Fünftonmotivs auf verschiedene Weise strebt De Meij danach, zu einem zentralen musikalischen Kern zu gelangen. Die Komposition gliedert sich in mehrere Abschnitte, die jeweils unterschiedliche Facetten dieses Motivs erforschen und eine Reise ins musikalische Zentrum bieten.
Den Beginn der Komposition dominiert eine kraftvolle Eröffnungsfanfare der Blechbläser, die „Introduzione“. Diese einleitende Passage erregt die Aufmerksamkeit des Publikums und legt den Grundstein für das Fünftonmotiv, das im weiteren Verlauf des Stücks variiert wird. Die Fanfare verleiht der Musik einen majestätischen und feierlichen Charakter, der den Hörer in das musikalische Geschehen einführt.Im
„Capriccio“ tritt eine verspielte und burleske Variation des Hauptmotivs in den Vordergrund. Dieser Abschnitt verkörpert eine lebendige und tänzerische Atmosphäre. Der rhythmische Satz und die abwechslungsreichen Orchesterfarben verleihen diesem Abschnitt eine humorvolle Qualität, während gleichzeitig das Hauptmotiv präsent bleibt und subtil das Rückgrat der Musik bildet.
Das „Arioso“ stellt den emotionalen Höhepunkt der Komposition dar. Hier kontrastiert De Meij die vorangegangenen Abschnitte, indem er ein lyrisches, vokales Thema einführt. Das Hauptmotiv wird auf sanfte und melodische Weise präsentiert, wodurch eine sensible und introspektive Stimmung entsteht. Dieser Abschnitt ermöglicht es dem Hörer, eine tiefere emotionale Verbindung zur Musik herzustellen.
In der „Alla Marcia“ wird das Hauptmotiv in den Hintergrund gerückt und als Hintergrundhinweis verwendet, während ein marschartiger Rhythmus und Charakter die Bühne betritt. Dieser Abschnitt verleiht der Komposition eine erhebende und energiegeladene Dynamik, während das Hauptmotiv subtil im Hintergrund bleibt.
Im abschließenden „Finale“ kehrt das Eröffnungsthema zurück und beschließt die musikalische Tournee. Die Wiederholung des Themas verleiht der Komposition ein Gefühl der Vollendung und schafft eine Verbindung zwischen den verschiedenen Abschnitten. Dieser Abschnitt schließt die musikalische Reise zufriedenstellend ab und rundet das Werk ab.
„La Quintessenza“ von Johan de Meij ist eine meisterhafte Komposition, die das Konzept der Quintessenz musikalisch geschickt auslotet. Durch die Variation eines fünftönigen Motivs in verschiedenen Abschnitten gelingt es De Meij, verschiedene Aspekte und Stimmungen zu erforschen und gleichzeitig eine klare musikalische Kohärenz zu wahren. Zusammen bilden die verschiedenen Sektionen einen fesselnden und vielschichtigen musikalischen Ausdruck, der den Hörer auf eine reichhaltige emotionale und klangliche Reise mitnimmt.